
Die Arbeiten von Andreas Lorenschat zeichnen sich durch ihren sehr ruhigen, quasi fotografischen Blick aus. Häufig zeigen sie Landschaften mit nur minimalen Geschehnissen und Bewegungen. Doch gerade dadurch, dass die Zeitlichkeit so fein dosiert in die Bilder tritt, werden in ihrer Wahrnehmung auch die Imaginationen und Erwartungen des Betrachters spürbar. Indem er die Möglichkeiten des Mediums Video sehr vorsichtig einsetzt, gelingt Andreas Lorenschat eine souveräne Fortschreibung einer kunstgeschichtlich weit zurückreichenden Bildtradition und gleichzeitig das Spiel mit den Sehgewohnheiten in einer von medialen Bildern geprägten Gegenwart. Andreas Lorenschat, geboren 1973, hat in Karlsruhe bei Candida Höfer, Dieter Kiessling und Mischa Kuball sowie an der Städelschule Frankfurt bei Ayse Erkmen studiert und für seine Videoinstallationen bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten. Die Vernissage findet statt am Samstag, 4.3. um 18:00 Uhr; am darauffolgenden Sonntag, 5.3., um 11:00 Uhr gibt es zum Brunch ein Gespräch mit Andreas Lorenschat und seiner Galeristin Monika Scharmann, Köln; dabei wird der Künstler weitere Arbeiten vorstellen. Die Ausstellung dauert bis zum 2.4. und ist geöffnet jeden Mittwoch von 17-20 und Samstag von 14-18 Uhr und nach Vereinbarung. Mit dieser Ausstellung beginnt für den Kunstraum Doppelzimmer eine neue Phase: das Programm wird ab jetzt gestaltet durch Christian Fleißner; der bisherige 'Kopf' Markus Lepper wechselt nach zwei Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit zum Neuen Gießener Kunstverein. Mit dem neuen Kurator steht auch eine inhaltliche Neuorientierung bevor, der Schwerpunkt der ausgestellten Werke wird künftig auf Medienkunst – Fotografie, Video, Audio-Installationen – liegen. |