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Annette Pfau
Von Röntgen- und Sonnenstrahlen
Die grellbunte Farbigkeit von Filz-, Bunt-
und Silberstiften ist das anziehendste Merkmal der Serie »x-ray«,
die Annette Pfau vor wenigen Wochen für die Ausstellung in
Gießen fertiggestellt hat. Thematisiert sind in den insgesamt
50 Blättern die Härte einer persönlichen Erfahrung
mit Krankheit und Krankenhaus: Wir sehen medizinische Instrumente,
Patienten, Bestrahlungsgeräte, Röntgenstrahlen und den
»Strahlenopa«. Er bringt auf den Punkt, daß die
Direktheit, mit der Annette Pfau uns konfrontiert, auch Distanzierungsmomente
in sich birgt. Denn obwohl die Zeichnungen als Reflex auf Erlebtes
entstanden sind, verströmt die Art und Weise, in der Figuren
aufgefasst und Farben gesetzt sind, Vitalität und Frechheit.
Annette Pfau ist eine besessene Zeichnerin
und Malerin, die in den achtziger Jahren mit großen Formaten
und farbenfrohen Gemälden wichtige Erfolge hatte.
In den siebziger Jahren hatte sie eine Reihe »bewohnbarer
Schränke« gefertigt, die mit Utensilien angefüllt
und durch Inschriften geprägt waren, die wie Psychogramme den
Menschen gewidmet waren, die in den Möbeln hätten wohnen
könnten.
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1976
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1985
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*in
Köln
Studium an der Kunstakademie Maastricht
Brasilienaufenthalt (19751979)
lebt und arbeitet in Schwabenheim (Rheinland-Pfalz)
Einzelausstellungen (Auswahl)
Neue Galerie Sammlung Ludwig, Aachen.
Möbel und Zeichnungen (K)
»Arte ambiental«, Museo de Arte Contemoránea do
Paraná, Curtiba,
Brasilien (K)
Galerie Eva Keppel, Düsseldorf
Galerie Hartmut Beck, Erlangen
Kunstverein Brühl (K)
Galerie Hartmut Beck, Erlangen
Städtische Sammlungen Schweinfurt
Galerie Treppe, Düren
»Die verlorenen Kinder«, Galerie Rövern Nürnberg
»Gut wenn man hier fremd ist«, Riedel + Anna, Nürnberg
Gruppenausstellungen (Auswahl)
Suermondt Ludwig Museum, Aachen
1000010. Geburtstag der Kunst Gipstorte. Mit Robert Filliou,
Neue Galerie Sammlung Ludwig, Aachen (K)
Museo de Arte, Joinville, Brasilien
Arte Barriga-Verde, Curitiba, Brasilien
»Jubelfahnen«10 Jahre Neue Galerie Sammlung Ludwig,
Aachen
Malaktion für das Theater der Stadt Erlangen. Mit Peter Angermann
»Ecole normale and friends«, Museum Feuchtwangen
»Speculum«, Weserburg Bremen (K)
»Ansatzpunkte kritischer Kunst heute«, Bonner Kunstverein
»Wer überlebt winkt«, Neue Gesellschaft für
Bildende Kunst, Berlin
»Kunstszene München«, Museum Villa Stuck, München
»Kaufhaus Kunst«, München
»Die Eifelmaler«, Neue Galerie Sammlung Ludwig,
Aachen (K)
»Mensch und Arbeit«, BBK Bundesminister f. Arbeit, Königswinter
(K)
»Künstlerkoffer«, Flughafengalerie Frankfurt/Main
»Himmel und Erde Frauen in Gewaltverhältnissen«,
Dominikanerkloster, Frankfurt/Main (K)
Preise
Oresiträgerin des Wettbewerbs "Kunst im öffentlichen
Raum" Wandgestaltung für die Frauenklinik des Zentralkrankenhauses
St. Jürgen-Straße in Bremen
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