Johannes Spehr
Zeichnen und zeigen

„Je näher seine auf das Absurde hinweisenden Zeichnungen und Aufbauten in ihrer linearen Bauart an die gesellschaftliche Konvention stoßen, umso deutlicher wird ihre Bedeutungsarmut entlarvt und umso spaßiger und tiefgründiger wird die Ironie.“
(Konstantin Adamopoulos)

In den Welten, die Spehr in seinen kleinteiligen Zeichnungen entwickelt, geht es auf den ersten Blick drunter und drüber. In Wahrheit jedoch ist das Chaos fein konstruiert, gründlich kalkuliert und zu Geschichten verdichtet, die so opulent sind wie ein mehrbändiger Roman.

Im Doppelzimmer hat Johannes Spehr Camp 16 aufgeschlagen. Ein Küchenmöbel aus MDF und eine aus oberhemdenartigem Baumwollstoff und mit Tusche bemalter Plane, die an dem Schrank befestigt ist, bieten einen provisorischen Unterschlupf. Würde man in das Zelt hineinkriechen, wäre man Teil eines Szenarios, von denen es auf der Zeichnung nur so wimmelt. Es scheint, als wäre eine gezeichnete Vision aus dem modernen Schlachtenbild in den Alltag übersiedelt.


  



1965
1986–92
199
6
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7
199
9
2001






2005


2003

2002

2001+98

2000+98




2004


2003

2002

2001

2000



1999

1998


Biografie

* in Frankfurt / Main
Studium an der Städelschule Frankfurt / Main
Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung
Max-Pechstein-Förderpreis der Stadt Zwickau, Kunstfonds Bonn
Ars Viva Preis, Köln
Arbeitsstipendium Hessische Kultur GmbH
lebt und arbeitet in Frankfurt / Main



Einzelausstellungen (Auswahl)

Installationen, Doppelzimmer (Kunstraum) Gießen, mit Herbert Warmuth

Thomas Rehbein Galerie, Köln

Kunstraum Hübner, Frankfurt / Main

Thomas Rehbein Galerie, Köln

Galerie „Kabinett“, Bern


Gruppenausstellungen (Auswahl)

„Solo mortale“, Kasseler Kunstverein, (K)
9. Triennale für Kleinplastik, Fellbach, (K)

„deutschemalereizweitausenddrei“, Frankfurter Kunstverein, (K)

„Come in“, Goethe Institut, Kiew

„Strange Attitudes“, Galerie Anita Beckers, Frankfurt / Main

Kabinett der Zeichnung, Kunstverein Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (K)
Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis, Kunstmuseum Bonn, (K)

„On Paper“, Stalke Galerie, Kopenhagen

Szenenwechsel XIII, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt / Main

 

 
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