Stefan Bressel
Ist Camouflage in neongelb noch Camouflage?

Roy Lichtensteins Compositions I (1964) ist ein Werk aus der Sammlung Ströher, mit dem Stefan Bressel auf das Beste vertraut ist, weil er als Mitarbeiter der Ausstellungstechnik im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt mit dem Entfernen der Rahmenleisten von diesem Bild beauftragt worden war. Lichtenstein hat (zehn Jahre nach der berühmten Flag von Jasper Johns, an der erstmals die Identität von Bildgegenstand und Bildformat exemplifiziert wurde) ein bis heute erhältliches Schulheft als Grundlage seiner Komposition verwendet. Auf dem weißen Etikett befinden sich unterhalb des schwarzen Schriftzuges Compositions, den Lichtenstein spitzfindig als Handlungsanweisung für seine Malerei begriffen hat, drei Linien für die Eintragung eines Namens, sowie unterhalb der dritten Linie die Herstellerangabe „Made in U.S.A.“. Die übrige Fläche des Heftes und des Gemäldes sind (bis auf einen schwarzen breiten Streifen links, der den Heftrand samt Bindung markiert) mit einem abstrakt-expressionistisches Fleckenmuster in schwarz-weiß gefüllt.

Das Bild ist 173 x 142 cm groß und exakt dieses Maß haben die zwei Formate einer Arbeit, die Stefan Bressel von diesem Lichtenstein-Bild ausgehend gemalt hat. Er zeigt einen auf das volle Format vergrößerten Ausschnitt des abstrakten Farbmusters von Compositions in grellem Pink und Gelb und den selben Ausschnitt noch einmal gespiegelt auf dem zweiten Format. Aus den Flecken wird eine neonfarbige Camouflage, man ist an Pop erinnert und an vergleichbare Arbeiten, die Andy Warhol Mitte der 1980er Jahre produziert hat.

Doch nicht nur die strukturelle Verwandtschaft des all over in Pollocks Drippings, Lichtensteins Compositions und Warhols Camouflage macht Bressel deutlich, sondern auch das Leerlaufen der Idee von Tarnung durch die Farbigkeit der Malerei.

Bis Ende November ist die Wandmalerei „Quattro Stagioni” im Pavillon Schloss Molsberg (in Zusammenarbeit mit der Emanuel Walderdorff Galerie, Köln) zu sehen.

Am 13. Sept. wird die Einzelausstellung „Fumetti“ in der Regionalgalerie Südhessen im Regierungspräsidium Darmstadt eröffnet. Dauer: bis 13.10. Es erscheint ein Katalog!




* 1964

1985 - 1987

1987 - 1991 


1991 - 1994  






2005  





2004    

2003   

2002

2001

2000




1999

1998


1997

1996

1994




2004



2003



2002



2000


1999



1998

1996

1995

Stefan Bressel

in Erlangen

Schule für Gestaltung Basel (CH)

HBK Kassel bei Prof. H. Ell (Möbeldesign) und Prof. R. Stulz (Zeichenklasse)

Städelschule Frankfurt bei Prof. R. Jochims

lebt und arbeitet in Frankfurt Main.


Einzelausstellungen

„Im Weichseldelta oder wo der Pfeffer wächst“, Doppelzimmer (Kunstraum), Gießen (mit Manfred Peckl); „About my A´s and B´s, Wildwechsel, Frankfurt Main; “Quattro Stagioni.”, Pavillon Schloss Molsberg, Emanuel Walderdorff Galerie, Köln; (geplant) „Fumetti“, Regierungs- Präsidium Darmstadt

„Gotcha“, trottoir, Hamburg

„Souvenir“, Galerie perpetuel, Frankfurt Main

„Beutekunst“, Galerie Hartmut Beck, Erlangen

„Stil“, Dominikaner Kloster, Frankfurt Main

„trapp, trapp der Trapper - tripp,tripp der Indianer“, anlässlich eines Vortrags von Dr. B. Brunn am 20.6.2000 im Dominikaner Kloster, Frankfurt Main; „Ohne Fleiß kein Preis“, auswärts Kunstraum, Frankfurt / Main

„Malerei“, Galerie Kolster, Frankfurt / Main

„Malerei“, Ausstellungsprojekt Lone Nitschke-Töpfer, Frankfurt / Main; „Bauernmalerei“, OFKunstraum, Offenbach

„o.T.“, Ausstellungsraum Bahnhofstraße, Offenbach

„Malereiausstellung 2“, Galerie Fruchtig, Frankfurt Main

„Malereiausstellung“, Gartners, Frankfurt Main


Gruppenausstellungen

„Frankfurt Abstrakt“, Ausstellungshalle 1A, Frankfurt Main; „Bazar“, Ausstellungshalle 1A, Frankfurt Main; „KOLSTER at home.“, Marita Kolster, Frankfurt / Main

„Wheeling! - motorcycles in art“, Post LA Gallery, Los Angeles; „Jubiläum“, Galerie Perpetuél, Frankfurt; „Wheeling! - motorcycles in art“, CELL project space, London

„Sound“, K7, Berlin; „Wheeling! - Krad Kult Tour“, Galerie Jette Rudolph, Berlin; „Wheeling! - motorcycles in art“, Ausstellungsraum de Ligt, Frankfurt / Main; „Selfportrait“, Galerie Hartmut Beck, Erlangen

„Art Frankfurt“, Galerie Kolster, Frankfurt / Main und Kantine Cassellastrasse, Frankfurt / Main

„Teller“, Galerie Bernsteinzimmer, Nürnberg und Allgemeine Deutsche Direktbank, Frankfurt Main; „Collage“, auswärts Kunstraum, Frankfurt Main; „Support On Paper“, Galerie Kolster.

„untereinander-nebeneinander“, Frankfurt Main

„Sommerpause“, Offenbacher Kunstverein

„European Art Competition“, Schweizerischer Bankverein (SBC), London


“Quattro Stagioni.”, Pavillon Schloss Molsberg, Emanuel Walderdorff Galerie:
http://www.walderdorff.net/pav.htm


 
 

 
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