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Manfred Peckl
Iceland Hula oder: ist die Welt noch in Ordnung?
Der Künstler schreibt in einem Brief über seine neuen Arbeiten:
„Ich setze in meinen Bildern die Welt neu zusammen. Um das machen zu können muß ich sie allerdings vorher ‚zerstören’.
Was im Atlas noch Meer war, kann in meinen Bildern Himmel sein, wie das ja auch in der Natur transformatorisch vorkommt. Wenn ich zum Beispiel eine Landschaft mache, wähle ich erst einmal eine Farbe aus den zu zerschneidenden Kartenstücken; meine Weltordnung ist hier also die Farbe – ich verstehe mich als Maler.“
Ein repetatives Element ist für die Werke von Peckl charakteristisch. Ob er die immergleichen Worte dicht aneinander auf einen Bildträger stempelt oder viele tausend Streifen aus Landkarten schneidet und sie zu neuen Bedeutungs- und Farbzusammenhängen collagiert: Die Penetranz der Wiederholungen erschließt neue Sinnzusammenhänge wie etwa der Verschiebung von EGAL zu LEGAL oder von metaphorischen zu geographischen Aspekten seine Arbeit mit Topographie.
„Meine Farben sind allerdings bedeutungsgeladen. Rot ist nicht nur rot, sondern gleichzeitig auch eine Stadt, ein Landstrich, eine Grenze. Setze ich dieses Rot (Tokio) als Blüte, so steht das für eine blühende Stadt. Das gleiche Rot, die gleiche Stadt kann aber auch als Brustwarze Verwendung finden, als Pickel, als Nagellack.“
Für die Ausstellung in Gießen hat Manfred Peckl zum ersten Mal eine Skulptur (oder besser: dreidimensionale Malereicollage) realisiert. Swamp Dance zeigt eine Badende, die einem Seerosenteich entsteigt. Die Blätter, die Blüten, die Farben des Bikinis und die Spiegelungen auf der Wasseroberfläche ergeben eine perfekte, kleine Welt, die filigran aus einer Darstellungsform der großen Welt herausgeschält wurde.
Es ist der Detailbesessenheit des Künstlers zu verdanken, dass der Bilderkosmos, in den er uns Blicken lässt, derart überzeugend ist und gefangen nimmt.
Manfred Peckl ist außerdem Texter und Sänger von „Ants in Pants“ und produziert derzeit eine neue Platte.
Wir danken der Galerie voges + partner, Frankfurt für die freundliche Zusammenarbeit.
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* 1968
1988-90
1990-95
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1997
1996
1995
1994
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1991
2005
2004
2003
2002
2001
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1999
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1997
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1993
2000
1997
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1995
1994
1993
1992 |
Manfred Peckl
in Wels, Österreich
Hochschule für Kunst und Gestaltung, Linz / Klasse für visuelle Gestaltung
Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt / Main; Klasse für Malerei und Kunsttheorie, Prof. Raimer Jochims
Lebt und arbeitet in Frankfurt / Main und Erlangen
Einzelausstellungen (Auswahl)
„Im Weichseldelta oder wo der Pfeffer wächst“, Doppelzimmer (Kunstraum), Gießen (mit Stefan Bressel); „Miss World”, Hilger Contemporary, Wien; Artcore, Toronto
„Atlas”, Rebecca Ibel Gallery, Columbus, Ohio; Neue Arbeiten, Galerie Matthias Kampl, München
„Pin Ups, picking flowers, fuck the world and more”, voges + partner, Frankfurt / Main; „Global Player“, Galerie Hartmut Beck, Erlangen
„Willkommen im Garten Gehirn Manfred Peckl“, voges + partner, Frankfurt / Main; „California Sunshine“, Förderkoje auf der art cologne c/o voges + partner
„Bis dass der Tod uns meidet“, Siemens artLab, Galerie Hilger, Wien (K)
„Wildanschlag wird strafrechtlich verfolgt“ (mit Phillip Zaiser)
Luftraum, Flughafen Frankfurt Main; „Landschaft", Voges+Deisen_raumberlin
„Die Sinne sind Dirnen“, Voges+Deisen, Frankfurt / Main
„ZWISCHEN“, Voges+Deisen, Frankfurt / Main (K); „gegend exzerpte“, Dominikanerkloster, Frankfurt / Main (K); „Rock`n Roll", Rumford 26, München
Literaturhaus, Frankfurt / Main
Forum Frankfurter Sparkasse, Frankfurt / Main (K); Galerie Fruchtig, Frankfurt / Main
Gartner‘s Gallery, Frankfurt / Main (K)
Ausstellungsraum Gästezimmer, Frankfurt / Main
Galerie Muttertag, Frankfurt / Main
Gruppenausstellungen(Auswahl)
„Ein Augenblick in Deutschland“, Duo Luon Museum, Shanghai, China; Kulturwerk Freiburg
„Brilliante”, Kunsthaus Meran; „Works on Paper”, Josee Bienvenue Gallery, New York
„In Memoriam Bob Ross“, Kunstverein Konstanz; „gar net.”, Die Bank, München; „Macht und Tränen”, Mainz; „Hands Up Baby, hands up”, 160 Jahre Oldenburger Kunstverein
„Wheeling! Krad Kult Tour“, galerie jette rudolph, Berlin; „natürlich kann geschossen werden“, Postfuhramt, Berlin; „Schöne Aussicht“, Galerie Otto Schweins, Köln; „Und kein König Azalee“, Gesellschaft der Freunde Junger Kunst Baden-Baden
„Frankfurter Kreuz“, Kunsthalle Schirn, Frankfurt / Main (K); „Sexualität“, Stiftung Starcke, Berlin; „Wandarbeiten“, Oranienburger Strasse, Berlin
„Death Race 2000”, Threadwaxing Space, New York; „Genre painting”, G7, Berlin; „A good Cast is worth repeating”, Voges+Deisen, Frankfurt / Main
„Sympathikus“, Museum Abteiberg, Mönchengladbach; „Jugendsünden“, haus halt kunst, Hamburg
„Revue“, Voges+Deisen zu Gast im Siemens ArtLab, Wien; „KISS FFM“, Kunst auf Kampnagel, Hamburg
„Mein Nachbar ist Künstler“, Frankfurt / Main
„Sieben Tage sind eine Woche“, Landesbank, Frankfurt / Main
„Die Skizze“, Galerie Voges+Deisen, Frankfurt / Main und Galerie Vierte Etage, Berlin; „Etwas besseres als den Tod findest Du überall“, Frankfurt / Main
„Städelschüler in der Allianz Versicherung“, Frankfurt / Main
Publikationen
„Bis dass der Tod uns meidet”, Revolver Verlag, Frankfurt / Main
„gegend / exzerpte“, Frankfurt / Main; Mexikoreise, Frankfurt / Main; „unter fischen spricht man fisch“, Axel Dielmann Verlag, Frankfurt / Main
„miamia“, Frankfurt / Main; mund, Frankfurt / Main; MUSIK, Edition Voges+Deisen, Frankfurt / Main; muh, Frankfurt / Main
„auch äther ist schön“, Wien
„Polaroid“, Manfred Peckl & Bernhard Schreiner
Gedichte, Frankfurt / Main; DICHTUNG, Frankfurt / Main
AUSSER, Manfred Peckl & Elke Martin, Frankfurt / Main; ROMANIACS, Manfred Peckl & Elke Martin, hrsg. von Martin Liebscher, Frankfurt / Main
Arbeiten:
www.vogesundpartner.com/mp_masterfile.htm
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